Eigentlich
hatte ich geplant noch vor diesem Post über meine Sichtweise zu Fanfiktion
anzusprechen, aber da dieses Thema gerade im Netz am Kochen ist wollte ich mich
dazu als Erstes äußern.
Ich
hab nicht erst seit heute ein großes Problem mit der linken Bewegung und das
obwohl ich Teil davon bin. Oder gerade deswegen? Es sei so viel gesagt: Wer
Fehler in meinen Blogeintrag findet wird wohl schon die Überschrift als
Einladung sehen Dinge in mich hinein zu interpretieren, die so nicht sind.
Einer der Gründe warum ich so lange gestrugglet habe mich überhaupt dazu zu
äußern, da ich weiß wie kontrovers es ist sich negativ gegen eine eigentlich
positive Bewegung zu äußern.
Doch lass uns ganz von
vorne beginnen.
LGBT ist eine aus dem
englischen Sprachraum übernommene Abkürzung für Lesbian, Gay,
Bisexual and Transgender (lesbisch, schwul, bisexuell und
transgender). Mittlerweile hat sich LGBT als Kurzform für viele Geschlechter,
Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen durchgesetzt, die von
zweigeschlechtlichen oder heterosexuellen Normen abweichen. Alle Untergruppen
fordern Freiheiten in Bezug auf die gesellschaftlich geprägte
zweigeschlechtliche Ordnung und die damit verbundene soziale Norm der
Heteronormativität (gegengeschlechtliche Liebe).
Mit
linker Politik werden sehr unterschiedliche Umsetzungsversuche jener
ideologischen Ansätze bezeichnet, welche die Aufhebung von Ungleichheit und als
Unterdrückung begriffenen Sozialstrukturen zugunsten der wirtschaftlich oder
gesellschaftlich Benachteiligten zum Ziel haben.
Kurz
gesagt verbindet sowohl LGBTQ+* als auch die linke Politik eine Abschaffung von
Ungerechtigkeiten und Intoleranz. Was denke ich selbst erklärend ist. Da stellt
sich die Frage was es daran zu kritisieren gibt? Na ja, an sich nichts, wären
da nicht die persönlichen Differenzen zwischen den Einzelnen dieser Bewegung.
Denn
wie in jeder Sache, die Menschen miteinander verbindet, kann es zentrale
Konfliktpunkte geben, die für ein Ungleichgewicht sorgen. Eine Sache die nicht
erst seit heute zu Problemen führt und mit der Zeit leider auch immer mehr (in
meinen Augen) in die falsche Richtung geht.
Mein
erster Kritikpunkt ist einer von der ich irgendwo selbst betroffen bin, obwohl
ich mir mit den Begriffen im Allgemeinen meine Schwierigkeiten habe.
Allys –
Mehr Fluch als Segen
Allys
sind Menschen mit Privilegien, die andere Menschen aus unterdrückten oder
diskriminierten Gruppen unterstützen und sich solidarisch und empathisch
zeigen. Das Ziel ist, dass die Menschen der marginalisierten Gruppen sich
gehört, verstanden und wertgeschätzt fühlen. Ein Ally zu sein ist kein Etikett,
sondern eine Haltung. Es bedeutet, Zustände kritisch zu hinterfragen und offen
zu sein für Veränderungen, diversity-sensibel und vorurteilsbewusst und das in
Handlung und Sprache widerzuspiegeln. Allyship ist ein proaktiver Prozess des
Bewusstwerdens und des Handelns.
Das
ist an sich auch eine super Sache, denn diese haben natürlich auch einen Teil
zur Bewegung beigetragen. Wären da nicht diese Punkte, die sie so oft in Verruf
bringen. Ich finde es eigentlich ganz passend, dass ich Malcolm Mittendrin schaue, denn ironischerweise gab es genau eine
Szene in der Serie wo dieses Allysein hochgehoben wurde. In der Folge geht es
darum, dass sich Lois für POC einsetzt, da ein Aufsteller im Supermarkt steht.
Das führt zu einem Konflikt zwischen Malcolm und ihr. Der Punkt worum es mir
eigentlich geht ist, dass sie den Aufsteller (ein Hausmeister mit Wischmop und
Bier) zu Hals POC Freunden bringt und sie nach ihrer Meinung fragt.
Und
um es in den Worten von Hals Freunden zu zitieren:
„First we pick their cotton, now we have to solve their moral dilemmas.“
„How
many white mothers and sons must be torn asunder before we get it together.“
Ich
glaube ich finde keine Szene die das Problem mit Allys besser beschreibt als
diese. Denn der Grundgedanke hinter Allys ist gut, doch das Problem ist, dass
viele einfach an der Umsetzung scheitern. Das Problem ist, dass diese
Selbstbezeichnung sich gerne verliehen wird wenn sich Personen online einfach
zu sicher fühlen. Ähnlich ist es übrigens mit dem Wort „Safe Space“.
Man
will damit eigentlich nur absichern: „Hey, du bist bei mir sicher und kannst
dich hier wohlfühlen.“
Netter
Gedanke, aber einfach nicht umsetzbar im Online Raum. Vor allem weil
vermeintliche Allys selbst oft negativ auffallen. Das ist nichts was man sich
selbst geben sollte, sondern was einem verliehen wird. Es ist natürlich
leichter sich hinzustellen und sagen: „Hier fühlt sich jeder Zuhause.“ Die
Wahrheit ist, dass du niemals Versprechen geben kannst, die du selbst nicht
halten kannst.
Dabei
wird auch gerne ausgelassen, was mir noch sauer aufstößt bei der Links-Queer-Bewegung:
Keine Community ist
eine homogene Masse
Wir
haben alle ähnliche Wünsche und Bedürfnisse, aber diese müssen trotzdem nicht
deckungsgleich sein. Ich finde es faszinierend wie oft das Wort „Community“
gedropt wird, obwohl Menschen eigene Individien sind. Das betrifft natürlich
nicht nur die links-queere Bewegung, sondern auch viele andere.
Am
meisten ist mir das bei der Hogwarts Legacy Debatte aufgefallen, die ja nicht
weniger heftig ausgefallen ist. Das Ganze fing ja damit an, dass Gronkh das
Spiel spielen und mit den Einnahmen eine Trans-Organisation unterstützen würde.
Doch das Ganze ist so sehr eskaliert, dass er diese Pläne schließlich fallen
gelassen hat. Er war auch kein großer Harry Potter Fan, fand die Idee einfach
nett, aber holy… was daraus geworden ist hat Ausmaße angenommen, die schon
lachhaft sind. /s
Das
endete damit, dass sogar Trans-Personen die Freude am Fandom abgesprochen
wurde. Und hier wären wir auch wieder beim Punkt Individien. Du kannst nicht
sagen: „Diese ganze Gruppe, hier, alle!“, obwohl es keine konsistente Masse
gibt. Damit spricht man Menschen auch ihre Persönlichkeit ab, die nicht einfach
in so eine Blaupause passt. Dazu müsste man jedoch erst einmal zugeben, dass
gewisse Ansichten falsch oder nicht gänzlich richtig sind.
Hier
kommen wir dem Thema auch schon näher, denn aktuell ist ein heftiger Diskurs
online wo es darum geht, dass heterosexuelle Frauen einen Gay Space für sich
beanspruchen. Auslöser war wohl auch die Serie und das gleichnamige Buch
‚Heated Rivalry‘, auf das ich erst seit einigen Tagen aufmerksam wurde. Zuvor
hatte ich mich auch schon mit dem Thema auseinander gesetzt, da ich als MxM und
Queer-Fanfiktion Schreiberin natürlich auch meine Kontakte habe.
Doch
das Problem ist, dass sich die Community in zwei Lager gespalten hat. Es gibt
Teile davon, die sagen wie schädlich weibliche Personen für diese Bewegung
wären, während andere diese befürworten. Ich werde euch auch alle Quellen dazu
verlinken am Ende des Blogs, da es wirklich viele sind.
Ich
hab mir auch die Mühe gemacht alle Pro’s und Kontras aufzulisten. Ihr könnt
euch selbst gerne ein Bild vom Thema machen, denn mir ist es wichtig so einen
Konflikt von allen Seiten zu betrachten.
Die Kontras:
- Frauen fetischisieren Männer in Gay Romance.
- Gay Romance zu schreiben ist internalisierte Misogynie und
Selbsthass.
- Frauen MÜSSEN entfernt werden für Gay Romance.
- Teile der Gay Community stört das Schreiben weiblich gelesener
Autorinnen.
Die Pros:
+ Für Frauen ist Gay Romance ein geschützter Raum.
+ Frauen SIND Teil der queeren Community.
+ Frauen fühlen sich zu Männern hingezogen.
+ Es gibt auch viele Befürworter weiblich gelesener Autorinnen.
Mein
Fazit daraus? Ich denke es gibt kein richtig oder falsch bei dieser Diskussion.
Wie immer, wenn etwas emotional aufgeladen ist, verlieren viele den Kernpunkt
bei der Sache. Denn nach intensiver Recherche gibt es ein paar Dinge, die für
mich weder ins Pro, noch ins Kontra fallen. Frauen lesen für gewöhnlich mehr
als Männer (was auch die Statistiken wiedergeben) und es ist nicht
ungewöhnlich, dass Frauen mehr Romance konsumieren als Männer.
Wir
leben in einer heteronormativen Gesellschaft, die von männlicher Gewalt geprägt
ist. Und wenig überraschend bilden Frauen bei diesem Thema das Gegengewicht. Es
sind starre Statistiken, die natürlich oft in emotionalen Diskussionen
ausgelassen werden. Und ich denke das erklärt auch wieso weibliche Personen in
dieser Diskussion oftmals schärfer in Kritik stehen als Männer.
https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-eurostat-news/w/ddn-20240809-2
https://awriterofhistory.com/2024/09/04/does-gender-affect-reading-habits/
Wo
ich auch schon zum nächsten Punkt komme, der das Thema noch etwas weiter
ausführt.
Ragebait und Polarisierung
bekommt mehr Aufmerksamkeit
Nicht
verwunderlich in unserer schnelllebigen Zeit, aber Social Media lebt von Klicks
und Zahlen. Ich betrachte mich bei solchen Diskussionen oft als Außenstehender,
da es mir hilft einen neutralen Standpunkt einzunehmen. Es ist leichter mit
einer gewissen Einstellung in eine Diskussion zu gehen, weil der Algorithmus
oftmals genau das für dich ausspielt, was du sehen willst.
Das
kann gut, aber gleichzeitig auch sehr gefährlich werden.
Ich
hab diese Diskussion sogar in Bereichen bemerkt, wo sie eigentlich keinen Platz
fand. Es ging um einen Artist, der ein sehr schön animiertes Video über seine
zwei OC’s gemacht hat. Eine M/M-Hochzeit, wo im Hintergrund das Lied von Lana
Del Ray „Young and Beautiful“ lief. Einer Person ist das so sauer aufgestoßen,
dass sie das Ganze als Fetischisierung und Klischee beschimpft hat. Anscheinend
ging es der Person um die Berufe und das Aussehen der Männer. In den Augen der
Person war ihr ein Mann zu „feminin“, was für mich schon dezent homophob
klingt.
Leider
hab ich nicht mehr den angepinnten Beitrag gefunden wo die Person sich geäußert
hat, doch es ging mir einfach um die Absurdität in etwas was Schlechtes oder
Obszönes zu sehen, was unschuldig ist.
Bekräftigt
wird so eine Meinung leider durch besagte Blasen, die davon leben solche Posts
zu verfassen. Und eigentlich kann ich dir nur das Video von Gnu empfehlen, was
genau auf dieses Thema eingegangen ist.
Ragebait
oder auch Wutköder gab es eigentlich schon immer. Man findet sie auf Thumbnails
(Clickbait), in diversen Zeitungen (Titelblätter, Klatschmagazine) und wurden
schon in Vergangenheit kräftig befeuert.
Das
Problem ist, dass Wut blind macht. Wir verlieren den Blick aufs Wesentliche,
wenn wir uns nur durch Wut steuern lassen. Ich sehe bei dieser Thematik eine
Ungleichheit, wo beide Seiten ihre Punkte haben, aber… da kämen wir auch schon
zu meinem nächsten Problem.
Es existiert nur
richtig oder falsch, gut und böse.
Schwarz-Weiß-Denken
dominiert.
Bei
dieser Diskussion oder auch anderen teilt sich die Community oft in Lager. Das
muss nicht einmal eine Pro- und Kontraseite sein, weil wie gesagt: Menschen
sind individuelle Persönlichkeiten, die durch ihr Leben geprägte Ansichten
tragen. Und wir reden hier nicht über Themen, die einen gemeinsamen Kernpunkt
haben, sondern Reibungspunkte, die in sozialen Konstrukten entstehen.
In
diesem Fall geht es darum wie das männliche Geschlecht in Bezug auf Gay Romance
wahrgenommen wird. Dabei ist es nur leichter sich zu positionieren und die zu
Rechenschaft zu ziehen, als das Ganze zu reflektieren. Unsere Welt ist komplex
und ich hab bisher noch keinen Konflikt gesehen, der sich mit so einer
Einstellung lösen lässt.
Ausgrenzung,
Herabstufung und Call outs führen oft nur zum Gegenteil. Die Schneißen zwischen
solchen Bewegungen werden stärker, wenn man den Gürtel enger schnallt. Vor
allem führt so eine Denkweise oft zur Selbstsabotage, da man keine Gleichheit
schafft mit Zerwürfnissen.
Die
Problematik der Links-Queeren Bewegung lässt sich durch eine immer stärker
werdende rechte Bewegung erklären. Das führt zu Angst und Unsicherheit. Viele
schlagen um sich und versuchen ihre Identität und ihre Rechte zu verteidigen.
Leider artet das oft so sehr aus, dass man sich seine eigenen Verbündeten zu
Feinden macht. Man sieht irgendwann nur noch durch Scheuklappen und vergisst
wie die Welt außerhalb dieser Bubble aussieht.
Ein
Problem was auch Hand in Hand mit Social Media geht. Das wurde schon oft genug
besprochen und ich denke jedem ist bewusst wie sehr diese Bubbles das Problem
verstärken.
Aber
gibt es wirklich nur zwei Lager in dieser Diskussion?
Ich
denke nicht. In unserer Sicht teilen sich Konflikte oft in zwei vorherrschende
Positionen, doch dazwischen gibt es etliche Nuancen und Grautöne. Uns werden
meist nur die dominantesten Parts präsentiert, was auch zu einer Verfälschung
der Sicht führen kann. Macht euch einfach bewusst, dass nicht alles echt ist,
nur weil ihr es auf Social Media seht.
Und
auch bei diesem Thema ist es so, dass es in meinen Augen berechtigte Punkte auf
beiden Seiten gibt. Das festzustellen bedeutet halt viel Selbstreflexion und
das Ablegen der eigenen Motive. Ein weiterer Grund warum ich mich nur ungern zu
solchen Themen äußere ist…
Doppelmoral und
Widersprüche
Je
tiefer man in der queeren-linken Bewegung gräbt desto mehr enttarnen sich die
vermeintlich guten Absichten. Ich würde sagen ein bisschen Doppelmoral ist
sogar menschliche Natur, da Niemand von uns immer widerspruchslos handelt. Die
menschliche Psyche ist auch zu komplex um so etwas zu bewältigen, aber mir geht
es hier eher um Narrative in der Bewegung, die oftmals überhaupt nicht damit übereinstimmen.
Tatsächlich
gibt es gerade in der Links-Queer Bewegung viel Ausgrenzung, Intoleranz und
Oberflächlichkeit. Ich glaube keine „Community“ ist sich so uneins wie diese.
Was nicht wirklich dazu beigetragen hat waren Vorwürfe gegen linke Menschen, die
bei der kleinsten Abweichung in die rechte Ecke geschoben wurden. Das ist auch
wieder die angesprochene Angst um die eigene Freiheit, die dazu führt, dass man
Menschen schneller ins Aus schießt, um seine eigenen Absichten zu bewahren.
Und
mein Hauptproblem bei diesem Punkt ist, dass oftmals Großaccounts genau diese
Doppelmoral nach außen tragen. Ich weiß selbst nicht genau woran das liegt,
aber irgendwie scheint es schon hochgradige Machtverhältnisse in den einzelnen
Bubbles zu geben. Es ist viel schwieriger sich zu äußern, wenn man Gefahr läuft
outgecallt zu werden. Heutzutage werden gerne Screenshots ohne Kontext geteilt
und ausgeschlachtet. Wie ich in meinem Twitter-Blogeintrag (Social Media
Kritik) schon geschrieben habe gibt es „immer eine Sau die durchs Dorf
getrieben wird“.
Einer
der Gründe warum ich grundsätzlich erst einmal skeptisch bin bei Großaccounts,
da diese oft viele Befürwörter haben und dafür umso empfänglicher für
Widersprüche sind.
Man
muss nicht alles als gegeben hinnehmen weil es von einem Betroffen kommt. Ich
weiß mit diesem Satz bewege ich mich auf dünnen Eis, aber es sollte möglich
sein auch in den eigenen Reihen zu kritisieren, ohne Angst vor Ausgrenzung
haben zu müssen.
Wo
ich schon beim nächsten Problem bin.
Perfektionismus und
Reinheit
Ausgerechnet
in einer Bewegung die für Vielfalt und Diversität steht. Das klingt wie ein
starker Widerspruch, aber leider ist es das nicht. Ich hatte durchaus schon
meine Situationen wo man mir vorwarf menschenfeindlich und rechts zu handeln,
einfach weil die vorherrschende Einstellung nicht mit meinem Bild übereinstimmt.
Mir
wurde das Vegansein abgesprochen, da ich mich für Menschen stark gemacht habe,
denen es nicht so leicht fällt vegan zu leben aufgrund persönlicher Einschränkungen.
Und
ich bin mir sicher, dass man mir auch aus diesem Blogbeitrag wieder etwas
anhängen könnte. Eigentlich könnte ich damit den Punkt schon beenden, doch mir
liegt etwas daran weiter ins Detail zu gehen. Es wird ja oft gesagt: „Mach dich
selbst schlau.“ oder „Hol dir deinen Kontext.“ Da man als Betroffener nicht in
der Bringschuld steht. Ehrlich gesagt sehe ich das etwas anders. Denn natürlich
steht man als Betroffener niemals in der Bringschuld, aber in Zuge eines
Vorwurfs ist man verpflichtet diesen zu belegen.
Generell
würde es nicht nur dieser Bewegung, sondern unserer Gesellschaft gut tun, Dinge
zu belegen, die wir anderen vorweisen. Quelle „Vertrau mir Bruder“ ist bei mir
einfach nicht mehr. Alleine die Thematik mit Gay Romance hat mir gezeigt wie
weit die Meinungen aus derselben Bubble auseinander gehen. Komischerweise
kommen diese Vorwürfe übrigens gerade von Personen, die meist selbst Probleme
haben mit Quellen und Studien umzugehen.
*Wie
ich oben schon erwähnte wird man keine Bewegung vergrößern können, wenn man den
Gürtel so eng zieht, dass keiner mehr darin Luft bekommt. Kompromisslosigkeit
führt früher oder später zu Rückzug und dem gegenteiligen Effekt. Ich weiß, ich
weiß, ihr mögt alle nicht diesen Satz „Viele Linke sind daran Schuld, dass es
so viele Rechte gibt“, aber für mich steckt ein Funken Wahrheit in der Aussage.
Am
Ende ist der eigene Entschluss sich der rechten Bewegung anzuschließen.
Keine
Entschuldigung dafür.
Nur
eine Erklärung warum so viele Linke/Queere kontraproduktiv handeln. Denn ich
glaube viele aus der rechten Bewegung sind nicht einmal das Abbild, was wir so
oft auf Social Media sehen. Uninformiertheit kann sehr oft zu solchen
Entscheidungen führen. Doch wenn ich mir anschaue wie grob und engstirnig der
Umgang in der linken Bewegung ist, lässt das schon tief blicken. Wir wollen für
Verständnis und Gerechtigkeit kämpfen, klammern aber jene aus, die nicht „perfekt“
in unser Bild passen. Deswegen quetschen, treten und ziehen wir so lange daran
herum, bis es passend ist.
Jeder
der in seinem Leben um seine Identität und Persönlichkeit gekämpft hat, weiß
wie furchtbar sich das anfühlt. Also warum tun wir das sogar den Menschen an, die
bereit gewesen wären uns zuzuhören? Ich will nicht sagen, dass meine
Einstellung die einzig Richtige ist. Es muss die Lauten, Polarisierenden geben,
die mit aller Deutlichkeit auf unsere Probleme aufmerksam machen.
Doch
bitte hört auf die zu demütigen und nieder zu machen, die nicht in euer ach so
perfektes Bild passen.
Da
kommt auch schon die nächste Baustelle auf mich zu.
*Dabei geht es mir nicht um Menschen, die ausschließlich rechte Motive haben, sondern jene, die eigentlich links sind, aber rechts eingeordnet werden.
Betroffenen wird
nicht zugehört
Dieser
Punkt gliedert sich in das Ally- und Schwarz-Weiß-Denken ein. Heißt auch so
viel wie „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns“. Es gibt durchaus
Betroffene in der eigenen Bewegung, die in ihrer Einstellung abweichen oder
vielleicht nicht so tief in diesem Social Media Thema drinnen sind.
Trotzdem
gehören sie zur queeren Bewegung, werden aber davon automatisch ausgeschlossen.
Polarisierenden
und lauten Betroffenen wird in der Regel mehr zugehört, als den Stillen, die
vielleicht nicht den Mut oder die Ambition haben sich zu äußern. Das müssen sie
auch nicht. Doch in den Social Media Bubbles gibt es oft nur die Lauten. Du
musst sehr tief graben damit du überhaupt was von den Stillen mitbekommst.
Viele äußern sich auch einfach aus Angst heraus nicht oder sind verunsichert,
da die schnelllebige Zeit es unmöglich macht immer Up-to-Date zu sein.
Viele
sehen es regelrecht als Verpflichtung an immer auf dem neuesten Stand zu sein.
Und
damit werden oft Betroffene ausgeschlossen, die nur außerhalb von Social Media
existieren. Ich kenne sogar viele von ihnen, die damit einfach nichts zu tun
haben wollen oder mit dem Kopf wo anders sind. Der Irrglaube auf Social Media
ist, dass diese Großaccounts ein zentraler Punkt der Bewegung sind. Und
natürlich tragen sie ihre Teile dazu bei, lassen jedoch außer Acht wie es
Betroffenen außerhalb dieser Bubbles geht.
Mir
geht es bei diesem Punkt auch nur darum, dass wir uns wieder mehr für die
ruhigen Betroffenen soladisieren sollten. Es gibt keine Social Media Pflicht,
Niemand muss ständig Up-to-Date sein und nur weil du nicht der Mehrheit
entsprichst, bist du deswegen nicht weniger wichtig.
Vielleicht
ist es vielen nicht bewusst, aber es gibt Teile der Queer-Links-Bewegung die
sich durch solche pauschalisierenden Aussagen übergangen fühlen. Und das ist
nicht in Ordnung.
Zurück zu Heated
Rivalry
Ich
hab mir sehr aufmerksam viele Standpunkte durchgelesen, da ich mir ein
möglichst ‚neutrales‘ Bild davon machen wollte. Und ich glaube einer der
Punkte, die bei dieser Thematik „Frauen schreiben und konsumieren Gay Romance“
untergeht ist die Absurdität wie damit umgegangen wird.
Ein
Teil der queeren Bewegung ist wütend auf Frauen, die in ihren Augen „Männer
fetischisieren“, dabei wiegt ihr Konsum viel schlimmer als der von Männern, die
seit Jahren genau dasselbe machen.
(Wir
reden hier übrigens nicht von Cishet-Frauen, die in Gay Bars und queere Räume eindringen
und diese belästigen. Das ist nicht akzeptabel und gehört definitiv kritisiert.)
Um
ehrlich zu sein glaube ich auch nicht, dass der Konsum tiefere Gründe haben
muss. Er kann, durchaus, denn queere Geschichten sollten (so wie ich es oft
gelesen habe) Schutzräume für Betroffene darstellen. Gleichzeitig werden Frauen
(welcher Sexualität auch immer) an den Pranger gestellt und verurteilt für
ihren Konsum. Dabei stellt sich mir die Frage wie sinnvoll das Ganze in diesem
Diskurs ist?
Pauschale
Vorwürfe wie die des Insta-Beitrags, wo wieder mit Begriffen wie
„Fetischisierung“ um sich geworfen wird haben nur den Zweck seine Wut zum
Ausdruck zu bringen, verfehlen aber komplett das Thema.
Wir
kämpfen schon seit Jahren im Feminismus um die weibliche Sexualität, die so
präsent ist wie noch nie. Doch während sie in der links-queeren Bewegung bei
allgemeiner Romance Akzeptanz findet, prallt diese auf Anwiderung wenn es dabei
um gleichgeschlechtliche Liebe geht. Zentral geht es hierbei natürlich um
männliche Liebe, die als Ort des Eskapismus gilt.
Zwei
Punkte springen mir dabei oft ins Auge. Zum einen die sogenannte Selbstsabotage
und das Gatekeeping der queeren Bewegung, die einerseits für mehr
Gleichhheit auf dieser Welt kämpft und andererseits die Instrumentalisierung der
weiblichen Sexualität für die eigenen Narrative.
Ich
muss eine Person auf Reddit zitieren, die ganz gut wiedergegeben hat was in mir
vorgeht bei diesem Thema:
»Als schwuler Mann(TM) muss ich sagen,
das ist echt ein abgedroschenes Argument.
Können Frauen keine
Geschichten über schwule Männer schreiben, weil sie Frauen sind und somit die
Perspektive eines Mannes unmöglich verstehen können? Ist es okay, wenn
nicht-binäre Autorinnen MM-Geschichten schreiben? Viele meiner
Lieblingsautorinnen sind trans Männer oder nicht-binär. Können sie über
cisgender schwule Männer schreiben?
Ich finde, wir sollten
aufhören, beim Schreiben über Geschlechter zu gatekeepen und darüber reden, wie
wir unser Geld und unsere Stimme einsetzen können, um mehr Möglichkeiten für
schwule Männer zu schaffen. Ob das Verlage, Werbung, Anerkennung usw. betrifft.
Ich glaube nicht, dass 'Frauen schreiben MM' = Fetischisierung bedeutet. Ich finde
es auch total falsch, viel westliches MM, das von Frauen geschrieben wurde, als
Yaoi zu bezeichnen, weil es ein völlig anderes kulturelles Genre mit anderen
Tropen ist. Yaoi ist in der Tat von Fetischisierung und Homophobie geprägt,
aber viele der MM-Geschichten, die ich gelesen habe, orientieren sich nicht
wirklich daran (z.B. haben die meisten populären MM-Geschichten keine
"Vergewaltigung-zu-Liebe"-Geschichte. Das ist im Yaoi sehr
verbreitet.) Asian BL verändert sich auch als Genre.
Ganz zu schweigen
davon, dass es da draußen eine Menge Ownvoices-MM-Autorinnen gibt! TJ Klune,
Adam Silvera, Alexis Hall, Tal Bauer, Benjamin Alire-Sáenz sind unglaublich
beliebt. Ja, es gibt auch jede Menge beliebte Autorinnen. Nicht alle von ihnen
sind heterosexuell, cisgender Autorinnen - auch wenn sie Ehemänner und Kinder
erwähnen. Ich wünsche mir genauso sehr mehr Ownvoices, besonders als
transmaskuline und schwule Person. Ich glaube aber nicht, dass die Antwort
"Frauen sollen weniger schwule Fiktion schreiben" lautet, sondern
eher "Lasst uns auch diese Autorinnen unterstützen". Du sagst, es
geht nicht darum, Frauen zu sagen, sie sollen aufhören, aber dann sagst du:
"Die schiere Menge stört mich". Ich habe das Gefühl, dass das
bedeutet, dass Frauen "langsamer" damit machen sollen. Was den Markt
verändert, ist Geld, sind mehr Autorinnen, und das muss von Leserinnen und
Autorinnen kommen. Ich verstehe, dass es scheiße ist, etwas schlecht
Geschriebenes zu lesen, und ich bin ganz für Rezensionen, die bereit sind,
Kritik zu üben. Lasst uns das tun. Beides kann existieren, es gibt keinen
begrenzten Platz für Bücher und Autor*innen in unserer Welt.
ETA: Außerdem sind
diese (Missverständnisse) Probleme in NA/YA (New Adult/Young Adult) weit
verbreitet, zum Beispiel - Lionel Hart ist ein männlicher Autor, Ownvoices, und
Kommunikationsprobleme tauchen in seiner NA-Serie "The Chronicles of the
Veil" auf. Das ist eine Genre-Trope.
ETA2: Außerdem möchte
ich anmerken, dass Casey McQuiston keine Frau ist. Sie sind nicht-binär. Also füge
noch einen weiteren der Liste der sehr beliebten Autor*innen im YA-MM-Genre
hinzu, die keine heterosexuelle Cisgender-Frau ist, wie man vielleicht
annimmt.«
Hier
ist der ganze Reddit Beitrag dazu. Um den besagten Beitrag zu finden müsst ihr
etwas scrollen:
Was
die Sache für mich noch absurder macht ist übrigens auch der Punkt, dass
Autor*innen bei dieser Thematik in der Bringschuld stehen sich zu outen.
Hier
auch nochmal ein Kommentar, der das etwas ausführlicher erklärt:
»Du hast gesagt, du liest keine
LGBTQ-Romane, die nicht von einer LGBTQ-Person geschrieben wurden. Das
erfordert ein öffentliches Bekenntnis des Autors zu seiner Sexualität. Es ist
durchaus möglich, dass du einen LGBTQ-Autor verpasst hast, von dem du einfach
angenommen hast, er sei heterosexuell, nur weil er nicht das Gefühl hat, der
Öffentlichkeit diese Art von Information schuldig zu sein. Macht mich irgendwie
traurig, dass Autoren automatisch abgelehnt werden, nur weil sie persönliche
Informationen, die sie vielleicht nicht teilen wollen, nicht preisgeben. Ich meine,
du bist hier offensichtlich nicht allein, bei weitem nicht, aber ich bin
einfach verwirrt von all den Anforderungen, die Leute an Autoren und ihre
Arbeit stellen.«
Und
genau das ist der Grund warum ich mich so lange aus dieser Diskussion enthalten
habe, da ich Argumente auf beiden Seiten sehe. Gute, wie Schlechte, aber am
Ende ist ein Perspektivwechsel erforderlich, der einem überhaupt diesen Blick
darauf eröffnet.
Was
den Punkt mit der weiblichen Sexualität angeht finde ich es einfach
erschreckend wie aggressiv die Diskussion online ist, denn es ist nicht möglich
auf einer ruhigen Basis zu kommunizieren. Wir tun weder queeren Menschen, noch
Frauen einen Gefallen, wenn wir versuchen sie gegeneinander ausspielen.
Vor
allem weil viele die Denkweise in sich haben, dass Hetero Frauen und schwule
Männer nicht unterschiedlicher sein könnten. Beide sind von Misogynie und
Frauenfeindlichkeit betroffen. Wer sich etwas tiefer mit Homophobie befasst
wird wissen was ich meine. Weswegen der Insta-Beitrag für mich auch etwas
Ironisches an sich hatte, der den einen Mann als „zu feminin“ bezeichnete und
daher als Fetischisierung sah.
https://www.dignityusa.org/articles/misogyny-and-homophobia
Die
Hauptproblematik des Ganzen ist, dass es durchaus gemeinsame Punkte gibt, aber
man sich positionieren muss, damit man ernst genommen wird.
Ja,
es gibt Probleme mit problematischen MM-Darstellungen, doch genauso gut gibt es
positive Beispiele, die ebenso thematisiert und angesprochen werden sollten. Traurigerweise
wird wieder von Frauen verlangt, dass sie sich zurückhalten und weniger schreiben,
während das (so unangenehm es auch ist) ein Männer-Problem ist. Warum wird
überall in der feministischen Bewegung diskutiert wie oft Männer alles den Frauen
überlassen, aber hier ist es dann kein Problem? Ich habe wirklich
lange versucht mich in dieses Thema einzulassen, doch meine Meinung hat sich
wirklich nur geringfügig geändert. Mir ist es wichtig alle Seiten dieser
Diskussion wahrzunehmen und natürlich auch betroffenen schwulen Männern
zuzuhören, aber das funktioniert auch nur wenn man bereit ist aufeinander zuzugehen.
Hier
noch ein paar Meinungen in der Diskussion, die ich einfach positiv hervorheben
möchte:
»Ich bin so fucking
fertig von dieser Diskussion als lesbische Frau, die diese Serie liebt und sie
mit meiner Frau und meiner besten lesbischen Freundin schaut. Überraschung, man
muss sich nicht persönlich zu den Charakteren hingezogen fühlen, um eine
Liebesgeschichte fesselnd, bedeutungsvoll oder sogar sexy zu finden. Schon
wieder werden LGBT-Frauen ständig von einer Konversation über "Girls and
Gays" ausgeschlossen.
Und in diesem
Zusammenhang bin ich baff, dass Leute nicht verstehen können, dass dieses
Phänomen vielleicht gar nicht mit Männern vergleichbar ist, die sich
Lesben-Pornos ansehen, wenn die anderen wirkungsvollsten und kulturell
relevantesten m/m Romanzen im Fernsehen in den letzten Jahren – Our Flag Means
Death, Good Omens und The Last of Us – alle Charaktere mittleren Alters und
minimalen oder keinen Sex/Nacktheit hatten.«
»Ja, außerdem, das ist
nicht mal annähernd Porno. Expliziten Sex in einer Fernsehsendung zu haben, ist
keineswegs dasselbe wie echter Hardcore-Porno – und ehrlich gesagt, es ist ein
alter Hut, dass Leute auch denken, schwuler Sex sei expliziter.
Aber ich stimme zu.
Eine Serie mit schwulen männlichen Hauptdarstellern und einer Geschichte,
Handlung usw. ist vergleichbar damit, dass Lesben gesagt wird, sie sollen D*ck
ausprobieren und es mögen, und sie werden angemacht und sollen sich einfach zu
Männern bekehren, wegen Porno oder sexuell belästigt in Bars oder draußen,
wegen der Popularität von lesbischem Porno? Okay. Klar.«
»Viele Kommentare hier
reden darüber, dass heterosexuelle Frauen m/m-Inhalte konsumieren, während
meine Erfahrung als Slash-Fan seit prähistorischen Zeiten ist, dass viele der
Frauen, die das konsumieren, verdammt nochmal queer sind. War schon immer so.
Und die Pipeline von Frau-m/m-Autorin zu Transmann? Mehr als man denkt. Ich bin
einfach nur gelangweilt von dem Gejammer von cishet Frauen, die diese
Geschichten exklusiv lieben, und so, nicht alle der queeren Frauen, die schon
immer dabei waren, auch. «
»DAS. Der Sub für die
Serie ist voll von queeren Frauen, und es gibt tonnenweise Posts und Kommentare
über bisexuelle Sichtbarkeit, da eine der Hauptfiguren bi ist. Ich hatte so
viele Gespräche mit anderen bi/pan Frauen über diese Serie, und es war so
erfrischend, sich zu vernetzen. «
»Jup. Ich kenne viele
Fujoshis und jede einzelne ist queer, und so 80% sind nicht cis. Das liegt zum
Teil an den Räumen, in denen ich mich persönlich aufhalte, aber es ist auch ein
Stück weit ein Merkmal der Fujo-Landschaft. Ich kenne mehrere lesbische Fujos
und 0 heterosexuelle lol. Yaoi/BL kann ein Raum sein, um sich mit Queerness,
Gender-Gefühlen auseinanderzusetzen und Anziehung/Schönheit/Romantik/Interesse
an Männern und Männlichkeit zu finden, mit einer gewissen Entfernung von der
Realität, die Eskapismus, aber auch die Erforschung der eigenen Gefühle, Wünsche
und Identität ermöglicht.
Die Art und Weise, wie
das Publikum für BL immer als hauptsächlich heterosexuelle cis Frauen
dargestellt wird, ist reine Auslöschung und Ignoranz. Die sind natürlich auch
dabei! Aber das sind tendenziell sehr, sehr queere und explorative Räume.«
Hier ist der Link zur Reddit Diskussion:
https://www.reddit.com/r/Fauxmoi/comments/1pwyp6v/jacob_tierney_on_why_women_love_heated_rivalry/?tl=de
Meine Erkenntnis aus diesem aufkochenden
Thema ist, dass Frauen leider, wie so oft, in Kritik geraten, während seit
Jahren Stille herrscht wenn es um den männlichen Konsum von Lesben-Pornos geht.
Wenig erschreckend wenn man bedenkt in was für einer misogynen Gesellschaft wir
leben.
Ich würde mir auch mehr Own-Voices wünschen,
doch es ist einfach nicht die Aufgabe einer Frau Männer zum Schreiben und Lesen
zu motivieren. Das sollte es auch nicht sein. Es ist natürlich schade, dass
queere Repräsentation noch immer so mau ausfällt und wir über jede Art von
medialer Präsentation aufjubeln. Doch dabei fällt komplett unter den Tisch,
dass Frauen nun einmal Hauptkonsumenten von queeren Medien sind. Das bezieht
sich auf Bücher, wie Serien und Filme.
Dabei wird außer Acht gelassen, dass
persönliche Präferenzen bei jedem Geschlecht zu finden ist. Nur wird bei Frauen
viel strenger darauf geachtet was sie konsumieren. Und irgendwie ist das ganze
Thema soweit vom wesentlichen Punkt abgedriftet, dass wir uns wegen etwas in
der Wolle haben, was uns eigentlich freuen sollte. Nämlich eine Serie über zwei
sich liebende Männer, die immer mehr Akzeptanz findet. Alleine die letzten
Jahre hat sich so viel getan in queeren Medien, aber das Einzige was manchen
davon einfällt ist wer sie konsumiert?
Mein Blogeintrag sollte auch lediglich als
Denkanstoß gelten. Vielleicht hilft es manchen auch das Ganze nicht so verbissen
zu sehen und sich auf die eigentlichen Ziele zu fokussieren, die diese Bewegung
ausmacht. Ich würde es mir von Herzen wünschen, dass wir wieder mehr zu unseren
Wurzeln finden, statt uns wegen solcher Uneinigkeit gegenseitig auszuschließen.
Danke an jeden der die Ausdauer hatte meinen
Beitrag zu lesen. :)
~ LadyCasera 🐇
Anmerkung: Man darf mich auch gerne auf Fehler in meinem Blog aufmerksam machen. Kritik ist gerne gewünscht, sofern sie konstruktiv formuliert ist. 🫶
Meine Quellen:
https://www.reddit.com/r/Fauxmoi/comments/1pwyp6v/jacob_tierney_on_why_women_love_heated_rivalry/?tl=de
https://www.reddit.com/r/RomanceBooks/comments/q8uaox/the_amount_of_mm_romance_written_by_women/?tl=de
https://www.reddit.com/r/RomanceBooks/comments/kz8jhx/lets_talk_about_women_writing_mm/?utm_source=share&utm_medium=ios_app&utm_name=iossmf
https://www.tiktok.com/@author.lionelhart/video/6992657987244494086?lang=de-DE
https://www.teenvogue.com/story/inside-heated-rivalry-the-gay-hockey-romance-series-changing-queer-tv-exclusive
https://www.outsports.com/2025/12/18/24124380/heated-rivalry-brock-mcgillis-gay-pro-hockey-player-nhl/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9616102/
https://en.wikipedia.org/wiki/Fan_fiction?utm_source
https://www.youtube.com/watch?v=wEcOYZ3JNxQ&t=1s
https://www.youtube.com/watch?v=HSGYha4cGY4
https://www.dignityusa.org/articles/misogyny-and-homophobia
https://blogs.fu-berlin.de/abv-gender-diversity/2024/07/08/femmephobia-in-der-gesellschaft-und-in-queeren-communities/
https://queer-lexikon.net/2024/07/26/interfeindlichkeit-in-der-lgbtqia-community/
https://withinhealth.com/learn/articles/fatphobia-is-alive-and-rampant-in-the-gay-male-community
https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/13634607241292455
Kommentare